Zum Hauptinhalt springen

Heizkosten sparen: 15 Tipps für Mieter (bis zu 400€/Jahr)

90% aller Haushalte heizen zu teuer. Mit diesen 15 Tipps senkst du deine Heizkosten sofort – ohne zu frieren. Plus: Abrechnung prüfen und noch mehr sparen.

HeizkostenChecker Team
Aktualisiert am 14 Min. Lesezeit

465 Euro. So viel lassen sich laut Heizspiegel 2026 (öffnet in neuem Tab) im Durchschnitt in einer Wohnung pro Jahr an Heizkosten einsparen, und rund 90 % aller Haushalte haben noch Sparpotenzial (der Heizspiegel 2025 hatte rund 400 Euro genannt). Als Mieter mit Zentralheizung kommt davon allerdings nur ein Teil auf deiner Abrechnung an, weil die Grundkosten nach Wohnfläche stehen bleiben.

Die meisten heizen trotzdem teurer als nötig. Entweder, weil sie nicht wissen, wie sie effizient heizen. Oder weil sie ihre Heizkostenabrechnung nie geprüft haben.

Das ändern wir jetzt. In diesem Artikel zeige ich dir 15 praktische Tipps, mit denen du sofort Heizkosten sparst – von kostenlosen Verhaltensänderungen bis zu kleinen Investitionen, die sich schnell rechnen. Plus: Warum die Prüfung deiner Abrechnung der unterschätzte Spartipp ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes Grad weniger spart 6% Heizenergie
  • Als Mieter sparst du davon nur beim Verbrauchsanteil (50-70% der Heizkosten), die Grundkosten bleiben
  • Heizkörper entlüften und Stoßlüften statt Kipplüften: kostenlos, wirken sofort
  • Programmierbare Thermostate: rund 10% weniger Heizenergie
  • Abrechnungsprüfung: Bei bestimmten Fehlern sieht die Heizkostenverordnung ein Kürzungsrecht von 15% vor
  • Rund 90% der Haushalte haben laut Heizspiegel 2026 noch Sparpotenzial, im Schnitt etwa 465€/Jahr pro Wohnung

Warum Heizkosten sparen 2026 wichtiger ist denn je⁠

Die Heizkosten steigen wieder. Nach der Entspannung 2023 und 2024 zeigt der Heizspiegel 2026: Im Abrechnungsjahr 2025 kostete Heizen mit Gas 14% mehr als im Vorjahr, mit Holzpellets sogar 20%. Für 2026 erwartet co2online bei Heizöl (+24%) und Pellets (+17%) weitere deutliche Anstiege, bei Gas eine leichte Entlastung (−4%). Dazu kam 2025 ein CO2-Preis von 55 Euro pro Tonne.

Was Heizen aktuell kostet

Die Unterschiede je nach Heizart sind enorm. Hier die Durchschnittswerte für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus (Abrechnungsjahr 2025) und die Prognose für 2026:

HeizartKosten 70m²-Wohnung 2025rechnerisch €/m²/JahrPrognose 2026
Gas1.170 €16,71 €ca. 1.120 €
Heizöl1.030 €14,71 €ca. 1.275 €
Fernwärme1.295 €18,50 €ca. 1.310 €
Wärmepumpe715 €10,21 €ca. 735 €
Holzpellets735 €10,50 €ca. 860 €

Quelle: Heizspiegel 2026, co2online / Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2025, Gebäudeklasse 250–500 m², inkl. Warmwasser. €/m²-Durchschnitt rechnerisch aus den 70-m²-Kosten abgeleitet.

Wo du mit deinen eigenen Kosten im Vergleich stehst, siehst du auf einen Blick unter Vergleichswerte.

Das bedeutet: Bei einer durchschnittlichen Gasheizung waren 2025 rund 98 Euro pro Monat für Heizen und Warmwasser fällig. Da lohnt sich jede Ersparnis.

Aber hier ist die gute Nachricht: Du hast mehr Einfluss auf deine Heizkosten, als du denkst – auch als Mieter.

Sofort-Tipps: Heizkosten senken ohne einen Cent auszugeben⁠

Diese sechs Tipps kosten dich nichts außer etwas Aufmerksamkeit. Die Wirkung ist trotzdem enorm.

Wichtig für Mieter: Die Sparwerte in diesem Artikel beziehen sich auf die Heizenergie. Auf deiner Abrechnung kommt davon nur der Verbrauchsanteil an: Nach § 7 Abs. 1 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) werden nur 50 bis 70% der Heizkosten nach Verbrauch verteilt, der Rest nach Wohnfläche – diese Grundkosten zahlst du, egal wie sparsam du heizt. Unsere Euro-Beispiele rechnen deshalb mit einer angenommenen Abrechnung: 900 Euro Heizkosten ohne Warmwasser, verteilt nach 70/30. Wie du deine echte Ersparnis nachrechnest, zeigt 1 Grad weniger: Was sparst du als Mieter wirklich?. Und warum die Abrechnung trotz Sparen steigen kann, erklärt Warum sind meine Heizkosten so hoch?

Tipp 1: Raumtemperatur um 1 Grad senken

Der einfachste und effektivste Tipp überhaupt: Jedes Grad weniger spart etwa 6% Heizenergie (Umweltbundesamt (öffnet in neuem Tab)). Auf deiner Abrechnung wirkt das nur auf den Verbrauchsanteil: Bei angenommenen 900 Euro Heizkosten (ohne Warmwasser, 70/30) sind das 6% von 630 Euro, also rund 38 Euro pro Jahr – pro Grad.

Dabei musst du nicht frieren. Empfohlene Temperaturen:

RaumEmpfohlene TemperaturThermostatstufe
Wohnzimmer20-21°C3
Schlafzimmer16-18°C2
Küche18-20°C2-3
Bad22-24°C3-4
Flur15-16°C1-2

Rechenbeispiel: Du senkst die Temperatur in deiner Wohnung von 22°C auf 20°C und verbrauchst etwa 12% weniger Heizenergie. Bei angenommenen 900 Euro Heizkosten ohne Warmwasser und 70/30-Schlüssel wirken die 12% nur auf die 630 Euro Verbrauchskosten: rund 76 Euro pro Jahr. Die 270 Euro Grundkosten bleiben.

Tipp 2: Heizkörper entlüften

Wenn dein Heizkörper gluckert oder oben kalt bleibt, obwohl er aufgedreht ist, ist Luft im System. Das bedeutet: Er heizt ineffizient und verbraucht mehr Energie.

So entlüftest du in 5 Minuten:

  1. Heizung aufdrehen und 10 Minuten warten
  2. Entlüftungsschlüssel am Ventil ansetzen (gibt's im Baumarkt für 2-3€)
  3. Gefäß unter das Ventil halten
  4. Ventil vorsichtig öffnen, bis Wasser kommt
  5. Ventil wieder schließen

Ersparnis: Eine belastbare Pauschalzahl gibt es nicht. Je nachdem, wie viel Luft im Heizkörper war, sind es einige Euro bis einige Dutzend Euro im Jahr – vor allem wird der Raum wieder richtig warm.

Tipp 3: Heizkörper freihalten und reinigen

Dein Heizkörper strahlt Wärme ab – aber nur, wenn er frei steht. Möbel, Vorhänge oder Wäscheständer vor dem Heizkörper blockieren bis zu 20% der Wärmeabgabe.

Die Regeln:

  • Mindestens 30 cm Abstand zwischen Möbeln und Heizkörper
  • Lange Vorhänge nicht vor den Heizkörper hängen lassen
  • Heizkörper regelmäßig abstauben (Staub isoliert!)

Tipp 4: Stoßlüften statt Kipplüften

Kipplüften ist einer der größten Energiekiller. Das dauerhaft gekippte Fenster kühlt die Wände aus, die Heizung arbeitet auf Hochtouren – und du zahlst doppelt.

Die bessere Alternative: Stoßlüften

  • Fenster weit öffnen (am besten Durchzug)
  • 5-10 Minuten lüften
  • Dabei Heizung runterdrehen
  • Fenster wieder schließen, Heizung wieder auf

Ersparnis: Wie viel ein Dauerkipp-Fenster kostet, hängt von Außentemperatur, Dauer und Heizkörper ab – eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Klar ist: Stoßlüften verbraucht deutlich weniger Heizenergie.

Bonus: Stoßlüften verhindert auch Schimmel, weil die Feuchtigkeit schnell abtransportiert wird.

Tipp 5: Rollläden und Vorhänge nutzen

Nachts geht viel Wärme über die Fenster verloren – besonders bei älteren Fenstern ohne gute Wärmedämmung.

Was hilft:

  • Rollläden abends runterlassen: bis zu 20% weniger Wärmeverlust
  • Vorhänge zuziehen (besonders dicke, schwere Stoffe)
  • Tagsüber Sonnenwärme reinlassen: Vorhänge auf der Südseite öffnen

Tipp 6: Türen zu unbeheizten Räumen schließen

Klingt banal, wird aber oft vergessen: Halte Türen zu unbeheizten oder weniger beheizten Räumen geschlossen.

  • Schlafzimmertür nachts schließen (wenn das Schlafzimmer kühler sein soll)
  • Tür zum Keller/Treppenhaus geschlossen halten
  • Badezimmertür nach dem Duschen schließen (verhindert Feuchtigkeitsausbreitung)

Kleine Investitionen mit großer Wirkung⁠

Diese vier Tipps kosten etwas Geld – rechnen sich aber meist nach wenigen Heizperioden.

Tipp 7: Programmierbare Thermostate (ab 40€)

Smarte oder programmierbare Thermostate sind einer der besten Investitionen fürs Energiesparen. Sie senken die Temperatur automatisch, wenn du nicht da bist oder schläfst.

Die Vorteile:

  • Automatische Absenkung nachts und bei Abwesenheit
  • Kein Aufheizen von leeren Räumen
  • Bei Smart-Thermostaten: Steuerung per App
  • Manche erkennen offene Fenster und drehen ab

Ersparnis: rund 10% weniger Heizenergie (co2online (öffnet in neuem Tab)). Bei angenommenen 900€ Heizkosten ohne Warmwasser und 70/30-Schlüssel wirkt das auf 630€ Verbrauchskosten, also rund 63€ pro Jahr

Kosten: Ab 40€ pro Thermostat (einfache programmierbare), 60-100€ für smarte Varianten

Wichtig für Mieter: Den Austausch der Thermostatköpfe dürfen Mieter in der Regel selbst vornehmen – die alten sollten aber aufbewahrt und bei Auszug wieder montiert werden.

Tipp 8: Fenster und Türen abdichten (5-20€)

Zugluft ist ein stiller Wärmekiller. Durch undichte Fenster und Türen entweicht warme Luft, kalte strömt nach.

Die Lösung:

  • Dichtungsband für Fenster (2-5€ im Baumarkt)
  • Türdichtungen oder Bürstendichtungen für die Haustür (5-15€)
  • Zugluftstopper/Türschlangen für den Spalt unter der Tür (5-10€)

Test: Halte eine brennende Kerze an die Fensterränder. Flackert sie, ist die Stelle undicht.

Tipp 9: Reflexionsfolie hinter Heizkörpern (10-30€)

Heizkörper an Außenwänden strahlen einen Teil ihrer Wärme direkt nach draußen ab. Reflexionsfolie hinter dem Heizkörper wirft die Wärme zurück in den Raum.

So geht's:

  • Reflexionsfolie im Baumarkt kaufen (auch als "Dämmtapete für Heizkörpernischen")
  • Hinter den Heizkörper kleben oder klemmen
  • Besonders wirksam bei alten Gebäuden mit schlecht gedämmten Außenwänden

Ersparnis: 5-10% der Heizenergie des betroffenen Raums

Tipp 10: Wassersparduschkopf (20-40€)

Warmwasser macht 10-20% deiner Heizkosten aus. Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserverbrauch um bis zu 50% – bei gleichem Duschgefühl.

Wie er funktioniert:

  • Luft wird ins Wasser gemischt
  • Der Strahl fühlt sich gleich an, verbraucht aber weniger
  • Einfacher Austausch, keine Genehmigung nötig

Ersparnis: Je nach Duschgewohnheit einige Euro bis einige Dutzend Euro im Jahr (Wasser + Energie). Auch beim Warmwasser kommt auf der Abrechnung nur der Verbrauchsanteil an: Nach § 8 Abs. 1 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) werden 50 bis 70% nach Verbrauch verteilt.

Was Mieter dürfen – und was nicht⁠

Als Mieter hast du begrenzte Möglichkeiten, an der Heizungsanlage selbst etwas zu ändern. Aber mehr, als du vielleicht denkst.

Das dürfen Mieter in der Regel ohne Genehmigung:

  • ✅ Thermostatventile austauschen (alte aufbewahren!)
  • ✅ Dichtungsbänder an Fenstern anbringen
  • ✅ Reflexionsfolie hinter Heizkörpern anbringen
  • ✅ Türdichtungen installieren
  • ✅ Duschkopf austauschen
  • ✅ Dein Heiz- und Lüftungsverhalten ändern
  • ✅ Vorhänge, Rollläden, Zugluftstopper nutzen

Das brauchst du die Genehmigung des Vermieters:

  • ❌ Heizkörper demontieren oder versetzen
  • ❌ An der Heizungsanlage arbeiten
  • ❌ Fenster oder Türen austauschen
  • ❌ Außendämmung anbringen
  • ❌ Wände isolieren

Das können Mieter vom Vermieter verlangen:

  • Eine funktionierende Heizung (auch bei Defekt schnelle Reparatur)
  • Mindesttemperatur 20°C im Wohnzimmer während der Heizperiode (1. Oktober - 30. April)
  • Reparatur defekter Thermostate
  • Entlüftung der zentralen Heizungsanlage, wenn nötig

Der unterschätzte Spartipp: Heizkostenabrechnung prüfen⁠

Bisher ging es um Verhalten und kleine Investitionen. Aber es gibt noch einen Spartipp, den die wenigsten kennen: Deine Heizkostenabrechnung prüfen.

Laut Studien enthält jede dritte Heizkostenabrechnung zu hohe Heiznebenkosten. Bei Betriebskostenabrechnungen insgesamt sind es sogar 50-90% mit Fehlern.

Die 3 häufigsten Spar-Fehler in Abrechnungen

1. Heizkosten werden nicht nach Verbrauch abgerechnet

Laut Heizkostenverordnung müssen mindestens 50% der Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnet werden (§ 7 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab)). Wird entgegen der Verordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, sieht § 12 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) für Mieter ein Kürzungsrecht von 15% vor.

Rechenbeispiel: Bei 1.170€ Heizkosten (Gas, 70m², Abrechnungsjahr 2025) = 175€ Kürzungsbetrag

Mehr dazu: Heizkostenabrechnung kürzen: Das 15%-Kürzungsrecht

2. Fernablesbare Zähler fehlen

Zähler und Heizkostenverteiler, die nach dem 1. Dezember 2021 eingebaut wurden, müssen fernablesbar sein; ältere Geräte müssen bis zum 31. Dezember 2026 nachgerüstet oder ausgetauscht werden (§ 5 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab)). Sind fernablesbare Geräte eingebaut, stehen Mietern monatliche Verbrauchsinformationen zu (§ 6a HeizkostenV (öffnet in neuem Tab)). Fehlt eine vorgeschriebene fernablesbare Ausstattung oder werden diese Informationen nicht mitgeteilt, sieht § 12 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) ein Kürzungsrecht von 3% vor.

Rechenbeispiel: Bei 1.170€ (Gas, 70m², Abrechnungsjahr 2025) = 35€ Kürzungsbetrag

3. Reparaturen statt Wartung abgerechnet

Wartungskosten (z.B. jährliche Heizungswartung) sind umlagefähig. Reparaturen (z.B. defektes Ventil ersetzen) nicht. Viele Vermieter rechnen beides ab – oft versteckt unter "Instandhaltung".

Mehr dazu: Häufige Fehler in der Heizkostenabrechnung


Stimmen die Zahlen in deiner Abrechnung? Beim Experten-Check rechnen wir deine Abrechnung für 9,99 € Position für Position nach und zeigen dir, welche Zahlen auffallen und welche Angaben fehlen. Und wenn alles stimmt, sagen wir dir das auch.

Bist du im grünen Bereich? Die Heizkosten-Ampel⁠

Wie weißt du, ob deine Heizkosten normal sind? Nutze die Vergleichswerte des Heizspiegels 2026 (Abrechnungsjahr 2025, inkl. Warmwasser):

BewertungGas (€/m²)Öl (€/m²)Fernwärme (€/m²)Wärmepumpe (€/m²)
🟢 Niedrigbis 10,10bis 10,30bis 8,20bis 6,40
🟡 Mittel (normal)10,10-16,7010,30-14,708,20-18,506,40-10,20
🟠 Erhöht16,70-25,5014,70-22,0018,50-29,7010,20-19,40
🔴 Zu hochab 25,51ab 22,01ab 29,71ab 19,41

Quelle: Heizspiegel 2026, co2online / Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2025, Gebäudeklasse 250–500 m², inkl. Warmwasser.

So berechnest du deinen Wert:

  1. Nimm deine jährlichen Heizkosten aus der Abrechnung
  2. Teile sie durch deine Wohnfläche in m²
  3. Vergleiche mit der Tabelle

Beispiel: 1.400€ Heizkosten bei 70m² = 20€/m² → Bei Gas wäre das erhöht (🟠)

Für eine genauere Berechnung nutze unseren Heizkosten-Rechner.

Häufige Fragen zum Heizkosten sparen

Wie viel kann ich als Mieter bei den Heizkosten sparen?
Durch Verhaltensänderungen und kleine Investitionen sind 10-20% weniger Heizenergie realistisch. Auf deiner Abrechnung kommt davon nur der Verbrauchsanteil an, weil 30-50% der Heizkosten als Grundkosten nach Wohnfläche verteilt werden (§ 7 HeizkostenV). Bei angenommenen 900€ Heizkosten ohne Warmwasser und 70/30-Schlüssel sind das rund 63-126€ pro Jahr. Dazu kommen mögliche Einsparungen durch die Prüfung deiner Abrechnung: Wird entgegen der Heizkostenverordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, sieht § 12 HeizkostenV für Mieter ein Kürzungsrecht von 15% vor.
Wie senke ich die Heizkosten, ohne zu frieren?
20-21°C im Wohnzimmer reichen völlig aus und sind nicht zu kühl. Trage zu Hause warme Kleidung und nutze Decken auf dem Sofa. Nachts und in wenig genutzten Räumen kannst du auf 16-18°C absenken. Wichtig: Nie unter 16°C, sonst droht Schimmelgefahr.
Darf ich als Mieter die Thermostate austauschen?
In der Regel ja, Mieter brauchen dafür keine Genehmigung. Wichtig: Die alten Thermostate aufbewahren und bei Auszug wieder montieren. Programmierbare oder smarte Thermostate kosten ab 40€ und sparen rund 10% Heizenergie – auf der Abrechnung wirkt das nur auf den Verbrauchsanteil.
Was kostet jedes Grad Raumtemperatur mehr?
Jedes Grad mehr kostet etwa 6% mehr Heizenergie. Als Mieter merkst du das nur beim Verbrauchsanteil deiner Heizkosten. Bei angenommenen 900€ Heizkosten ohne Warmwasser und 70/30-Schlüssel sind das 6% von 630€, also rund 38€ pro Jahr und Grad. Umgekehrt: 1 Grad weniger spart rund 38€.
Wann lohnt sich ein Wechsel zu programmierbaren Thermostaten?
Meistens. Ein Beispiel: Vier einfache Thermostate à 40€ kosten 160€. Bei rund 63€ Ersparnis pro Jahr (900€ Heizkosten ohne Warmwasser, 70/30-Schlüssel) hat sich das nach etwa zweieinhalb Jahren bezahlt gemacht. Besonders sinnvoll, wenn du regelmäßig außer Haus bist oder nachts die Temperatur absenken willst.
Ist Stoßlüften wirklich besser als Kipplüften?
Ja, deutlich. Beim Kipplüften kühlen die Wände aus und die Heizung arbeitet gegen das offene Fenster an. Beim Stoßlüften (5-10 Minuten, Fenster weit auf) wird die Luft schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen. Wie viel du sparst, hängt von Wetter, Lüftdauer und Heizkörper ab.

Dieser Artikel erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Rechtsberatung. Die genannten Einsparwerte sind Richtwerte und können je nach Gebäude, Heizungsanlage und individuellem Verhalten abweichen.


Weiterführende Artikel:

Quellen:

Sparen hilft beim Verbrauch. Den Rest entscheidet deine Abrechnung.

Grundkosten, Preis je Einheit, Flächen und Verteilerschlüssel bestimmen oft mehr als dein Heizverhalten. Ein Experte rechnet deine Abrechnung Position für Position nach – nach Heizkostenverordnung – und zeigt dir, wo die Zahlen auffällig sind. Was du bekommst

9,99 €regulär 29,99 € geplantEinführungspreis · einmalig, kein Abo

Sicher bezahlen über Stripe. Deine Unterlagen schickst du erst danach.

Bleibt nach deinem Report eine Frage offen, klären wir sie – und es gilt unsere 14-Tage-Zufriedenheitsgarantie.

Hat dir der Artikel geholfen?

Ein Tipp reicht. Damit machen wir den Ratgeber besser.

Weitersagen

Wer sollte das auch lesen?

Die Abrechnung kommt bei allen gleichzeitig. Schick den Ratgeber weiter – den passenden Text haben wir schon vorbereitet.

Per WhatsApp
HT

Geschrieben von

HeizkostenChecker Team

Wir lesen das Kleingedruckte, damit du es nicht musst – und finden die Fehler, die dich Geld kosten.

Veröffentlicht am 17. Januar 2025 · Aktualisiert am 26. September 2026

Verantwortlich: Redaktion HeizkostenChecker · So prüfen wir unsere Artikel · Prüfbericht

Themen:Heizkosten sparenHeizungMieter TippsEnergiesparen

Noch eine Frage offen?

Durchsuche alle Ratgeber-Artikel, Musterbriefe und häufigen Fragen.