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Holzpellets: Heizkosten & Abrechnung (2026)

Was kostet Heizen mit Pellets pro Quadratmeter? Aktuelle Preise, Abrechnungsbesonderheiten und Vergleich mit anderen Heizarten – Heizspiegel 2026.

HeizkostenChecker Team
Aktualisiert am 9 Min. Lesezeit

Holzpellets galten lange als günstige und umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl. Laut Heizspiegel 2026 stiegen die Pelletkosten im Abrechnungsjahr 2025 um 20 %, für 2026 erwartet co2online weitere 17 %. Trotzdem gehören Pelletheizungen mit 735 € für eine 70-Quadratmeter-Wohnung (rechnerisch 10,50 €/m², Abrechnungsjahr 2025) zu den günstigsten Heizarten.

In diesem Artikel erfährst du, was Heizen mit Pellets kostet, wie die Abrechnung funktioniert und worauf du als Mieter achten musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pelletkosten im Abrechnungsjahr 2025: 735 € für 70 m² (rechnerisch 10,50 €/m²), Prognose 2026: ca. 860 € (+17 %)
  • Niedrig: bis 6,50 €/m² – Mittel (normal): 6,50–10,50 €/m² – Zu hoch: ab 16,71 €/m²
  • Pelletpreis September 2026: 454,21 €/Tonne bei 6 t Abnahme (DEPI), rund 36 % mehr als im September 2025
  • Abrechnung ähnlich wie Öl: Bestandserfassung wichtig
  • CO2-neutral: Keine CO2-Abgabe auf Pellets

Aktuelle Pelletpreise 2026⁠

Die Pelletpreise haben in den letzten Jahren stark geschwankt. Nach dem extremen Anstieg 2022 hatten sich die Preise entspannt, seit 2025 steigen sie wieder. Im September 2026 kostete eine Tonne laut Deutschem Pelletinstitut (DEPI) (öffnet in neuem Tab) bei 6 Tonnen Abnahme im Bundesdurchschnitt 454,21 € – das entspricht etwa 9,1 Cent pro Kilowattstunde Wärme (Stand: September 2026).

Preisentwicklung im Überblick

JahrPelletpreis (€/Tonne, 6 t Abnahme)Hinweis
2019–2021rund 240 €stabiles Niveau
2022763,76 € (Spitze im September)Energiekrise
2023rund 390 €Jahresdurchschnitt
2024rund 289 €Jahresdurchschnitt
2025343,01 €Jahresdurchschnitt
2026376,77–454,21 €Monatswerte Januar bis September

Quelle: DEPI-Pelletpreis (ENplus A1, lose, Lieferung im Umkreis von 50 km, inkl. Nebenkosten und MwSt.): Monatswerte 2025/2026 (öffnet in neuem Tab), Jahresdurchschnitt 2025 (öffnet in neuem Tab); 2019–2024 nach DEPI-Angaben, zitiert von heizsparer.de (öffnet in neuem Tab), TGA Fachplaner (öffnet in neuem Tab) und PRAEG (öffnet in neuem Tab). Stand: September 2026.

Was beeinflusst den Pelletpreis?

  • Holzpreise: Hauptrohstoff, abhängig von Forstwirtschaft
  • Produktionskapazitäten: Engpässe führen zu Preisspitzen
  • Nachfrage: Heizperiode und Energiekrise treiben Preise
  • Transport: Regionale Unterschiede durch Lieferkosten

Keine CO2-Abgabe: Anders als bei Gas und Öl fallen auf Holzpellets keine CO2-Kosten an, da sie als CO2-neutral gelten. Das macht sie langfristig attraktiver.

Pelletverbrauch berechnen

Faustregel: 1 kg Pellets ≈ 5 kWh Wärme

Für eine 70m²-Wohnung mit 10.000 kWh Wärmebedarf brauchst du etwa 2.000 kg (2 Tonnen) Pellets pro Jahr.

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Holzpellets: Kosten pro m² im Vergleich⁠

Der Heizspiegel 2026 zeigt: Im Abrechnungsjahr 2025 lagen Pelletheizungen knapp hinter Wärmepumpen auf Platz zwei der günstigsten Heizarten. Im Jahr davor (Heizspiegel 2025) waren Pellets noch knapp vorn.

Heizkosten-Ampel für Pellets (Heizspiegel 2026)

Bewertung€/m² pro Jahr70m²-Wohnung100m²-Wohnung
Niedrigbis 6,50 €bis 455 €bis 650 €
Mittel (normal)6,50–10,50 €455–735 €650–1.050 €
Erhöht10,50–16,70 €735–1.170 €1.050–1.670 €
Zu hochab 16,71 €über 1.170 €über 1.670 €

Quelle: Heizspiegel 2026, co2online / Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2025, Gebäudeklasse 250–500 m², inkl. Warmwasser. €/m²-Durchschnitt rechnerisch aus den 70-m²-Kosten abgeleitet.

Die Vergleichswerte aller Heizarten und ihre Entwicklung der letzten Jahre findest du im Heizspiegel 2026 im Überblick.

Im Abrechnungsjahr 2025 kosteten Pellets für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus im Schnitt 735 € – rechnerisch 10,50 €/m², also gut 61 € pro Monat. Für 2026 rechnet co2online mit etwa 860 € (+17 %) – eine Prognose, kein Abrechnungswert.

Vergleich mit anderen Heizarten

HeizartØ 70 m², Abrechnungsjahr 2025 (rechnerisch €/m²)Vergleich zu Pellets
Holzpellets735 €(10,50 €)–
Wärmepumpe715 €(10,21 €)−3%
Heizöl1.030 €(14,71 €)+40%
Erdgas1.170 €(16,71 €)+59%
Fernwärme1.295 €(18,50 €)+76%

Quelle: Heizspiegel 2026, co2online / Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2025, Gebäudeklasse 250–500 m², inkl. Warmwasser. €/m²-Durchschnitt rechnerisch aus den 70-m²-Kosten abgeleitet.

Pellets waren 2025 damit deutlich günstiger als Gas und Öl und lagen nur knapp hinter Wärmepumpen – für 2026 erwartet co2online allerdings ein Plus von 17 % auf rund 860 €.

Mehr zu allen Heizarten findest du in unserem Artikel Heizkosten pro m²: Alle Heizarten im Vergleich.

Besonderheit: Die Pellet-Abrechnung⁠

Die Abrechnung bei Pelletheizungen ähnelt der von Ölheizungen: Der Brennstoff wird in einem Lager (Pelletsilo) gelagert und unregelmäßig nachgekauft. Das führt zu ähnlichen Abrechnungsfragen.

Das Bestandsproblem

Wie bei Öl muss bei Pellets der Anfangs- und Endbestand erfasst werden:

  • Anfangsbestand: Pellets im Silo zu Beginn der Abrechnungsperiode
  • Nachkäufe: Alle Lieferungen mit Datum, Menge und Preis
  • Endbestand: Pellets im Silo am Ende der Periode
  • Verbrauch: Anfangsbestand + Nachkäufe - Endbestand

Abrechnungsmethoden

Methode 1: Durchschnittspreis

Der Durchschnittspreis aller Käufe wird gebildet. Einfach und fair.

Beispielrechnung (Preise gerundet nach den DEPI-Monatswerten 2025):

  • Kauf 1 im Juni: 3 Tonnen × 302 €/t = 906 €
  • Kauf 2 im November: 2 Tonnen × 393 €/t = 786 €
  • Gesamt: 5 Tonnen für 1.692 €
  • Durchschnittspreis: 338,40 €/Tonne

Methode 2: FIFO (First In, First Out)

Die ältesten Pellets werden zuerst verbraucht. Theoretisch korrekt, aber aufwendig.

Was muss in der Abrechnung stehen?

Eine korrekte Pellet-Abrechnung enthält:

  1. Abrechnungszeitraum (12 Monate)
  2. Anfangsbestand mit Bewertung
  3. Alle Lieferungen mit Datum, Menge, Einzelpreis
  4. Endbestand mit Bewertung
  5. Gesamtverbrauch in kg oder Tonnen
  6. Heiznebenkosten (Wartung, Schornsteinfeger, Strom für Anlage)
  7. Verteilerschlüssel (mind. 50% nach Verbrauch)
  8. Dein Anteil

Häufige Fehler bei Pellet-Abrechnungen⁠

Fehler 1: Großer Nachkauf kurz vor Stichtag

Kauft der Vermieter kurz vor dem Abrechnungsende eine große Menge Pellets, belastet dies die laufende Periode unfair. Dieser Fehler ist besonders ärgerlich, wenn der Nachkauf zu hohen Preisen erfolgte.

Prüfe: Sind die Lieferdaten plausibel verteilt?

Fehler 2: Unklare Bestandsangaben

Ohne transparente Angaben zu Anfangs- und Endbestand ist die Abrechnung nicht prüfbar.

Tipp: Messprotokoll und Lieferscheine gehören zu den Belegen, in die Mieter nach § 556 Abs. 4 BGB (öffnet in neuem Tab) Einsicht verlangen können.

Fehler 3: Keine Verbrauchserfassung

Auch bei Pelletheizungen gilt: Mindestens 50% nach Verbrauch abrechnen. Fehlen Wärmemengenzähler oder Heizkostenverteiler und wird deshalb nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, sieht § 12 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) für Mieter ein Kürzungsrecht von 15 % vor.

Fehler 4: Stromkosten für die Anlage vergessen

Pelletheizungen brauchen Strom für:

  • Pellet-Förderschnecke
  • Brennersteuerung
  • Umwälzpumpe

Diese Stromkosten gehören zu den Heiznebenkosten und müssen separat ausgewiesen werden.

Fehler 5: Wartungskosten überhöht

Die jährliche Wartung einer Pelletheizung kostet typischerweise 200–400 €. Deutlich höhere Beträge können auf versteckte Reparaturen hindeuten – diese sind nicht umlagefähig.

Weitere Fehlerquellen findest du in unserem Artikel Die 7 häufigsten Fehler in Heizkostenabrechnungen.

Pelletheizung: Vor- und Nachteile für Mieter⁠

Vorteile

  • Günstige Heizkosten: Zweitgünstigste Heizart nach Wärmepumpen
  • CO2-neutral: Keine CO2-Abgabe, umweltfreundlich
  • Preisstabil: Weniger abhängig von Weltmarktpreisen als Gas/Öl
  • Heimischer Rohstoff: Oft regionale Produktion

Nachteile

  • Preisschwankungen: 2022 zeigte, dass auch Pellets teuer werden können
  • Platzbedarf: Pelletsilo braucht Raum
  • Lieferabhängigkeit: Engpässe möglich bei hoher Nachfrage
  • Feinstaub: Bei älteren Anlagen höhere Emissionen

Pellet-Heizkosten senken: Tipps⁠

Heizverhalten optimieren

  • Raumtemperatur senken: 1°C weniger = 6% Ersparnis
  • Richtig lüften: Stoßlüften statt Dauerkippen
  • Türen schließen: Wärme nicht unnötig verteilen

Abrechnung prüfen

  • Vergleichswerte nutzen: Liegst du über 10,50 €/m² (inkl. Warmwasser)?
  • Belege anfordern: Alle Lieferscheine und Rechnungen einsehen
  • Kürzungsrecht kennen: Wird nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, sieht § 12 HeizkostenV 15 % Kürzung vor

Vermieter ansprechen

  • Wartung: Regelmäßig gewartete Anlagen sind effizienter
  • Hydraulischer Abgleich: Optimiert Wärmeverteilung
  • Moderne Brenner: Niedrigere Emissionen und höhere Effizienz

Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Heizkosten sparen: Tipps für Mieter.

Häufige Fragen zu Pelletheizkosten

Was kostet Heizen mit Pellets pro Quadratmeter 2026?
Laut Heizspiegel 2026 kosteten Pellets im Abrechnungsjahr 2025 für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus etwa 735 € im Jahr (rechnerisch 10,50 €/m², gut 61 € im Monat). Für 2026 prognostiziert co2online etwa 860 €. Damit gehören Pellets zu den günstigsten Heizarten.
Wie viel Pellets verbraucht eine 70m²-Wohnung?
Eine durchschnittliche 70m²-Wohnung verbraucht etwa 1,5–2,5 Tonnen Pellets pro Jahr, abhängig von Dämmung und Heizverhalten. Beim DEPI-Jahresdurchschnittspreis 2025 von rund 343 €/Tonne entspricht das etwa 515–860 € Brennstoffkosten, zum Preis vom September 2026 (454 €/Tonne) etwa 680–1.135 €.
Sind Pellets umweltfreundlicher als Gas?
Ja, Holzpellets gelten als CO2-neutral, da beim Verbrennen nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum zuvor aufgenommen hat. Deshalb fallen auf Pellets keine CO2-Abgaben an, anders als bei Gas und Öl.
Wie wird der Pelletverbrauch in der Abrechnung erfasst?
Ähnlich wie bei Öl: Der Verbrauch ergibt sich aus Anfangsbestand plus Nachkäufe minus Endbestand. Alle Lieferungen müssen mit Datum, Menge und Preis dokumentiert sein. Mindestens 50% müssen nach individuellem Verbrauch abgerechnet werden.
Warum sind Pelletpreise 2026 gestiegen?
Im September 2026 kostete eine Tonne laut DEPI 454,21 € (6 t Abnahme), rund 36 % mehr als im September 2025. Als Gründe nennt das DEPI die steigende Nachfrage zu Beginn der Heizsaison und den angespannten Holzmarkt: Sägewerke schneiden weniger Holz ein, dadurch fehlt Restholz für die Pelletproduktion. Laut DEPI waren Pellets im September 2026 trotzdem rund 20 % günstiger als Erdgas und rund 48 % günstiger als Heizöl.

Dieser Artikel erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Rechtsberatung.

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HT

Geschrieben von

HeizkostenChecker Team

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Veröffentlicht am 30. Januar 2025 · Aktualisiert am 26. September 2026

Verantwortlich: Redaktion HeizkostenChecker · So prüfen wir unsere Artikel · Prüfbericht

Themen:HolzpelletsHeizkosten pro qmPelletheizungAbrechnung

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