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Prüfberichte

Prüfbericht: Nachzahlung zu hoch? Die 5-Minuten-Schnellprüfung für deine Abrechnung

Agentencheck vom 3. August 2026 (Bestandslauf) · 0 A / 3 B / 2 C · Zum Artikel

Befunde

B — Quelle trägt Aussage nicht vollständigZeile 58
Abweichungen von mehr als 3% sind ein Problem
Grund:
Kein belegter gesetzlicher Schwellenwert. Aktuelle BGH-Rechtsprechung (30.05.2018, VIII ZR 220/17) hat die frühere 10%-Toleranzgrenze für Nebenkostenabrechnungen sogar ganz aufgehoben – maßgeblich ist stets die tatsächliche Wohnfläche, unabhängig von der Abweichungshöhe. Der unbelegte 3%-Wert wirkt willkürlich gewählt.
B — Quelle trägt Aussage nicht vollständigZeile 178
Die Nachzahlung ist innerhalb von 30 Tagen nach Zugang fällig.
Grund:
Keine gesetzlich fixierte 30-Tage-Frist im BGB für Nebenkostennachzahlungen; die Frist ist eine in Rechtsprechung/Praxis etablierte Angemessenheitsfrist (angelehnt an § 286 Abs. 3 BGB), wird hier aber unbelegt als feste Regel dargestellt.
B — Quelle trägt Aussage nicht vollständigZeile 217
Du brauchst dann einen nachweislichen Betrug oder arglistige Täuschung.
Grund:
§ 556 Abs. 3 Satz 3 BGB nennt als Ausnahme, dass die verspätete Geltendmachung "nicht zu vertreten" ist – deutlich weiter gefasst als "Betrug oder arglistige Täuschung". Die Verengung ist unbelegt.
C — formalZeile 21
Jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler – das zeigen Studien der Mietervereine seit Jahren.
Grund:
Pauschale Statistik ohne konkrete Quellenangabe (welche Studie, welches Jahr).
C — formalZeile 70
Dein Vermieter hat nach Ende des Abrechnungszeitraums 12 Monate Zeit.
Grund:
Sammel-Eintrag: mehrere Absätze mit gesetzlichen Fristen/Schwellenwerten (12-Monats-Frist, 50%-Verteilerschlüssel, 15%-Kürzung) ohne Primärquellenlink im Artikel.

Geprüft und in Ordnung (4)

Was die Klassen A, B und C bedeuten und wie der Prüfprozess funktioniert, steht auf der Redaktionsseite. Fehler gefunden? Schreib uns über das Kontaktformular.