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Kc-Wert

Korrekturfaktor für den Wärmeübergang vom Heizkörper auf den Heizkostenverteiler. Zusammen mit KQ ergibt er den Bewertungsfaktor.

Fundstelle: § 5 Abs. 1 HeizkostenV

In vielen Heizkostenabrechnungen steht neben jedem Ablesewert ein Faktor. Er besteht meist aus zwei Teilen: dem KQ-Wert für die Leistung des Heizkörpers und dem Kc-Wert für den Wärmeübergang auf das Messgerät. Zusammen machen sie aus den Zahlen am Heizkostenverteiler vergleichbare Verbrauchseinheiten.

Warum es einen Bewertungsfaktor braucht⁠

Ein Heizkostenverteiler kennt nur die Temperatur am Heizkörper und wie lange sie anliegt, bei Zweifühlergeräten auch die Raumtemperatur. Wie viel Wärme der Heizkörper dabei abgibt, weiß er nicht. Ein großer Heizkörper gibt bei gleicher Temperatur und gleicher Heizdauer mehr Wärme ab als ein kleiner, und trotzdem würden beide Geräte gleich viel anzeigen (Brunata: Grundlagen der Heizkörperbewertung, PDF (öffnet in neuem Tab)). Deshalb bekommt jeder Heizkörper einen Bewertungsfaktor.

KQ und Kc⁠

  • KQ steht für die Wärmeleistung des Heizkörpers. Grundlage ist seine Normleistung, die unter festgelegten Prüfbedingungen gemessen wird. Je leistungsstärker der Heizkörper, desto höher der KQ-Wert.
  • Kc gleicht aus, wie gut die Wärme vom Heizwasser zum Messfühler kommt. Liegt das Gerät auf einem Plattenheizkörper gut an, ist der Wärmeübergang günstig und der Kc-Wert niedrig. Bei einem Konvektor sitzt das Gerät oft nur im warmen Luftstrom, es zeigt weniger an, und der Kc-Wert ist höher.

Der Gesamtfaktor ist das Produkt: K = KQ × Kc. In seltenen Fällen kommt ein Faktor KT für eine abweichende Auslegungs-Raumtemperatur dazu. Ermittelt werden die Werte nach den Normen EN 834 (elektronische Geräte) und EN 835 (Verdunster). Die Heizkostenverordnung lässt nur Geräte zu, für die eine sachverständige Stelle bestätigt hat, dass sie den anerkannten Regeln der Technik entsprechen, oder deren Eignung anders nachgewiesen ist. Außerdem müssen sie so angebracht sein, dass sie einwandfrei funktionieren (§ 5 Abs. 1 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab)).

Wo der Faktor steckt⁠

Bei der Einheitsskala zählen alle Geräte gleich, und der Faktor wird erst in der Abrechnung eingerechnet. Dann siehst du dort Ablesewert, Faktor und Einheiten nebeneinander. Bei der Produktskala ist der Faktor schon in die Skala oder die Programmierung des Geräts eingearbeitet, Anzeige und abgerechneter Wert sind dann gleich (Wikipedia: Heizkostenverteiler (öffnet in neuem Tab)).

Beispiel mit Zahlen⁠

Zwei Heizkörper haben dieselbe Leistung und geben im Jahr gleich viel Wärme ab. Heizkörper A ist ein Plattenheizkörper, B ein Konvektor, an dem das Gerät schlechter anliegt:

HeizkörperAblesewertKQKcFaktor KEinheiten
A (Platte)5001,201,001,20600
B (Konvektor)3601,201,401,68604,8

Am Gerät zeigt B gut ein Viertel weniger an. Mit dem Kc-Wert landen beide bei rund 600 Einheiten, so wie es der tatsächlichen Wärmeabgabe entspricht. Ohne Kc würde B zu günstig und alle anderen Wohnungen zu teuer abgerechnet. Die Werte sind ausgedacht.

Worauf du achten kannst⁠

  • Faktor ungleich 1 ist normal. Bei der Einheitsskala weicht die Summe der Einheiten meist von der Summe der Ablesewerte ab.
  • Baugleiche Heizkörper, ähnliche Faktoren: Stehen bei zwei gleichen Heizkörpern sehr unterschiedliche Faktoren, ist das eine Rückfrage an die Hausverwaltung wert.
  • Heizkörper getauscht? Dann braucht er einen neu ermittelten Faktor. Ein neuer Heizkörper kann bei ähnlicher Größe eine höhere Leistung und damit einen höheren Faktor haben.
  • Unterlagen: Manche Messdienste weisen die Heizkörperdaten und Faktoren je Wohnung in einem technischen Datenblatt aus. Danach kannst du über die Hausverwaltung fragen.

So rechnest du deine Einheiten in einen Preis je Einheit um.

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