Datenstand 26.09.2023 · geprüft 04.09.2026 · Methodik
Archiv-Ausgabe. Aktuell ist der Heizspiegel 2026 (Abrechnungsjahr 2025).
Heizspiegel 2023: Heizkosten-Vergleichswerte für Abrechnungsjahr 2022
Der Heizspiegel 2023 zeigt das erste volle Jahr der Energiekrise. Eine 70-m²-Wohnung mit Gasheizung kostete 2022 im Schnitt 1.475 €, 80 % mehr als im Jahr davor.
Was eine 70-m²-Wohnung im Abrechnungsjahr 2022 kostete
- Gas
1.475 €
21,07 €/m² · rechnerisch
- Fernwärme
1.015 €
14,50 €/m² · rückgerechnet
- Wärmepumpe
1.260 €
18,00 €/m² · rückgerechnet
- Öl
1.400 €
20,00 €/m² · rückgerechnet
- Pellets
1.050 €
15,00 €/m² · rückgerechnet
Die Werte gelten für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus, inklusive Warmwasser. Der Wert pro Quadratmeter ist rechnerisch: 70-m²-Kosten geteilt durch 70.
Quelle: Heizspiegel 2023, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2022. Stand 26.09.2023. Methodik
Grenzwerte
Wo günstig aufhört und zu hoch anfängt
Der Heizspiegel teilt alle Wohnungen in vier Bereiche. Die Grenzen sind keine Meinung, sondern Perzentile: die günstigsten 10 %, die mittleren 40 %, die nächsten 40 % und die teuersten 10 %.
Erdgas
Fernwärme
Wärmepumpe
Heizöl
Holzpellets
Grenzwerte in €/m² und Jahr, Gebäudeklasse 250–500 m². Ein Wert genau auf der Grenze zählt noch zum günstigeren Bereich.
Quelle: Heizspiegel 2023, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2022. Stand 26.09.2023. Methodik
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Was in diesem Abrechnungsjahr anders war
- Der Erdgaspreis für Haushalte stieg laut Statistischem Bundesamt von 6,83 ct/kWh im zweiten Halbjahr 2021 auf 9,34 ct/kWh im zweiten Halbjahr 2022.
- Alle Energieträger wurden teurer: Holzpellets um 81 %, Wärmepumpen um 50 %, Heizöl um 48 %, Fernwärme um 5 %. Für diese vier hat co2online nur Prozentwerte veröffentlicht, keine Euro-Beträge.
- Der CO2-Preis auf Gas und Heizöl lag bei 30 € je Tonne. Ab Oktober 2022 galt auf Gas und Fernwärme befristet der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 %, und der Staat übernahm den Dezember-Abschlag.
- Datenbasis dieser Ausgabe: mehr als 250.000 Heizkostenabrechnungen, die größte der drei Ausgaben in unserem Archiv.
Preis-Kontext: Was Gas 2022 kostete
Private Haushalte zahlten 2022 laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 8,04 ct/kWh und im zweiten Halbjahr 9,34 ct/kWh für Erdgas, im Mittel 8,69 ct/kWh. Ein Jahr zuvor waren es noch 6,62 ct/kWh. Wer in deiner Abrechnung für 2022 deutlich mehr als 10 ct/kWh findet, hatte einen Neuvertrag zur Unzeit oder eine Grundversorgung mit Krisenaufschlag. Beides lohnt einen zweiten Blick.
Wenn dein Wert über dem Band liegt
Gebäude
Ein schlecht gedämmtes Haus oder eine alte Heizung braucht mehr Energie, daran kannst du als Mieter wenig ändern.
Verhalten
Wer hoch heizt und lange lüftet, verbraucht mehr, das lässt sich im nächsten Winter beeinflussen.
Abrechnung
Ein falscher Verteilerschlüssel, eine fehlende Warmwasser-Trennung oder nicht umlagefähige Posten erhöhen deinen Anteil, und genau das lässt sich nachrechnen.
Rechne zuerst deinen Wert aus. Dann weißt du, ob sich ein zweiter Blick lohnt.
Die Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung. Bei einem Streit um die Abrechnung hilft dir der Mieterverein oder ein Fachanwalt.
Häufige Fragen zum Heizspiegel 2023
Warum gibt es für 2022 nur für Gas einen Euro-Wert?
Meine Abrechnung 2022 liegt im Bereich „zu hoch". Ist das ein Fehler?
Kann ich eine Abrechnung für 2022 heute noch beanstanden?
Ältere Ausgaben
Quelle: Heizspiegel 2023, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2022. Stand 26.09.2023. Methodik