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Datenstand 24.09.2024 · geprüft 04.09.2026 · Methodik

Archiv-Ausgabe. Aktuell ist der Heizspiegel 2026 (Abrechnungsjahr 2025).

Archivgilt für Abrechnungen mit Zeitraum in 2023

Heizspiegel 2024: Heizkosten-Vergleichswerte für Abrechnungsjahr 2023

Der Heizspiegel 2024 ist die Ausgabe der Preisbremsen. Eine 70-m²-Wohnung mit Gas kostete 2023 im Schnitt 1.330 €, 10 % weniger als 2022, aber immer noch weit über dem Niveau vor der Krise.

Was eine 70-m²-Wohnung im Abrechnungsjahr 2023 kostete

  • Gas

    1.330 €

    19,00 €/m² · rechnerisch

    −10 % zum Vorjahr

  • Fernwärme

    1.100 €

    15,71 €/m² · rechnerisch

    +8 % zum Vorjahr (rückgerechnet)

  • Wärmepumpe

    910 €

    13,00 €/m² · rechnerisch

    −28 % zum Vorjahr (rückgerechnet)

  • Öl

    1.140 €

    16,29 €/m² · rechnerisch

    −19 % zum Vorjahr (rückgerechnet)

  • Pellets

    840 €

    12,00 €/m² · rechnerisch

    −20 % zum Vorjahr (rückgerechnet)

Die Werte gelten für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus, inklusive Warmwasser. Der Wert pro Quadratmeter ist rechnerisch: 70-m²-Kosten geteilt durch 70.

Quelle: Heizspiegel 2024, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2023. Stand 24.09.2024. Methodik

Grenzwerte

Wo günstig aufhört und zu hoch anfängt

Der Heizspiegel teilt alle Wohnungen in vier Bereiche. Die Grenzen sind keine Meinung, sondern Perzentile: die günstigsten 10 %, die mittleren 40 %, die nächsten 40 % und die teuersten 10 %.

  • Erdgas

  • Fernwärme

  • Wärmepumpe

  • Heizöl

  • Holzpellets

Grenzwerte in €/m² und Jahr, Gebäudeklasse 250–500 m². Ein Wert genau auf der Grenze zählt noch zum günstigeren Bereich.

Quelle: Heizspiegel 2024, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2023. Stand 24.09.2024. Methodik

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Selbst einordnen

Dein Ergebnis in 30 Sekunden

Jahreskosten und Wohnfläche stehen auf der ersten Seite deiner Abrechnung. Mehr brauchst du nicht.

Die Gesamtsumme aus deiner Heizkostenabrechnung, vor Abzug der Vorauszahlungen.

Steht im Mietvertrag oder auf der Abrechnung.

Energieträger

Womit das Haus heizt. Steht meist auf der ersten Seite der Abrechnung.

Ist Warmwasser in diesen Kosten enthalten?

Ja, wenn die Abrechnung eine Position für Warmwasser hat. Nein, wenn dein Warmwasser aus einem Durchlauferhitzer oder Boiler kommt.

Genauer: mit Verbrauch (kWh) und Postleitzahl

Optional. Mit dem Verbrauch sehen wir, ob hohe Kosten am Verbrauch oder am Preis liegen.

Mit deiner Postleitzahl rechnen wir deinen Wert mit dem Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes auf ein mittleres Klima um. Sie wird nur für diese eine Abfrage genutzt und nicht gespeichert.

Dein Ergebnis wird nicht gespeichert.

Was in diesem Abrechnungsjahr anders war

  • Die Gaspreisbremse deckelte von März bis Dezember 2023 den Preis für 80 % des Vorjahresverbrauchs auf 12 ct/kWh, rückwirkend auch für Januar und Februar. Für Fernwärme galten 9,5 ct/kWh.
  • Der Erdgaspreis für Haushalte erreichte laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 2023 mit 12,26 ct/kWh seinen Höchststand, bereits nach Abzug der Preisbremse. Die Bundesnetzagentur nennt für den 1. April 2023 einen Vertragspreis von 14,80 ct/kWh vor Bremse.
  • Heizöl wurde um 19 % günstiger, Wärmepumpen um 28 %, Pellets um 20 %. Fernwärme stieg dagegen um 8 % auf 1.100 €. Der CO2-Preis blieb bei 30 € je Tonne, die Erhöhung wurde um ein Jahr verschoben.
  • co2online hat die Berechnungsmethodik umgestellt und rechnet seit dieser Ausgabe mit Gebäudedaten statt einzelnen Abrechnungen: 140.000 Gebäude bilden die Datenbasis.

Preis-Kontext: Was Gas 2023 kostete

Laut Statistischem Bundesamt zahlten Haushalte 2023 im ersten Halbjahr 12,26 ct/kWh und im zweiten Halbjahr 11,41 ct/kWh für Erdgas, im Mittel 11,84 ct/kWh. Diese Werte gelten nach Abzug der Preisbremse. In deiner Abrechnung für 2023 sollte die Entlastung als eigene Position auftauchen. Fehlt sie, oder liegt dein Preis pro kWh trotz Bremse deutlich über 12 ct, ist das ein Grund nachzufragen.

Wenn dein Wert über dem Band liegt

  • Gebäude

    Ein schlecht gedämmtes Haus oder eine alte Heizung braucht mehr Energie, daran kannst du als Mieter wenig ändern.

  • Verhalten

    Wer hoch heizt und lange lüftet, verbraucht mehr, das lässt sich im nächsten Winter beeinflussen.

  • Abrechnung

    Ein falscher Verteilerschlüssel, eine fehlende Warmwasser-Trennung oder nicht umlagefähige Posten erhöhen deinen Anteil, und genau das lässt sich nachrechnen.

Rechne zuerst deinen Wert aus. Dann weißt du, ob sich ein zweiter Blick lohnt.

Die Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung. Bei einem Streit um die Abrechnung hilft dir der Mieterverein oder ein Fachanwalt.

Häufige Fragen zum Heizspiegel 2024

Muss die Gaspreisbremse in meiner Abrechnung für 2023 stehen?
Ja. Der Entlastungsbetrag musste vom Versorger an den Vermieter und von dort in der Heizkostenabrechnung an dich weitergegeben werden. Üblich ist eine eigene Zeile mit dem Entlastungsbetrag oder ein reduzierter Gesamtbetrag mit Hinweis. Wenn du nichts davon findest, frag nach.
Warum wurde 2023 Fernwärme teurer, obwohl alles andere günstiger wurde?
Fernwärmepreise folgen den Gaspreisen mit Verzögerung, weil die Verträge Preisgleitklauseln mit alten Indexständen nutzen. Der Anstieg von 2022 kam so erst 2023 in den Fernwärmeabrechnungen an. Der Heizspiegel 2024 weist für die 70-m²-Wohnung 1.100 € aus, 8 % mehr als im Vorjahr.
Was bedeutet die neue Berechnungsmethodik für den Vergleich mit 2022?
Die Ausgabe 2023 basierte auf 250.000 einzelnen Abrechnungen, die Ausgabe 2024 auf 140.000 Gebäudedatensätzen. Die Werte sind weiterhin vergleichbar, aber kleine Sprünge in der Zeitreihe können auch von diesem Wechsel kommen. Wir weisen an der Zeitreihe darauf hin.

Ältere Ausgaben

Quelle: Heizspiegel 2024, co2online / Deutscher Mieterbund. Abrechnungsjahr 2023. Stand 24.09.2024. Methodik

Heizspiegel 2024: Tabelle für das Abrechnungsjahr 2023