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Heizkörper entlüften als Mieter: Anleitung, Rechte, Kosten

Heizkörper gluckert oder bleibt oben kalt? So entlüftest du in der Mietwohnung richtig, was der Vermieter übernehmen muss und was es für die Abrechnung heißt.

HeizkostenChecker Team
13 Min. Lesezeit

Oktober, der erste kalte Abend. Du drehst das Thermostat auf, und aus dem Heizkörper kommt ein Gluckern wie aus einem Aquarium.

Eine Stunde später fasst du hin. Unten warm, oben kalt. Also drehst du auf 5 und hoffst, dass es besser wird. Wird es nicht.

Meistens steckt Luft im Heizkörper. Die lässt du in zehn Minuten selbst ab. In der Mietwohnung gibt es aber Dinge, die du nicht anfassen solltest, und eine Grenze, ab der dein Vermieter am Zug ist. Und was hat ein halb kalter Heizkörper mit deiner nächsten Abrechnung zu tun?

Das Wichtigste in Kürze

  • Gluckern und oben kalt sprechen für Luft im Heizkörper. Die lässt du mit einem Entlüftungsschlüssel ab
  • Die Pumpe einer Zentralheizung kannst du als Mieter nicht abschalten. Dann drehst du das Thermostat voll auf und lässt den Heizkörper ganz warm werden
  • Wasser nachfüllen und die Anlage im Keller sind Sache von Vermieter, Hausmeister oder Fachbetrieb
  • Eine gesetzliche Pflicht zum Entlüften gibt es für Mieter nicht. Mängel musst du aber melden (§ 536c BGB (öffnet in neuem Tab))
  • Luft im Heizkörper macht deinen Verteiler nicht teurer. Teuer wird, was du zum Ausgleich tust

Erst die Diagnose: Ist es wirklich Luft?⁠

Nicht jeder kalte Heizkörper hat Luft. Luft sammelt sich oben, weil sie leichter ist als Wasser. Ein Heizkörper, der oben kalt bleibt und dabei gluckert, ist deshalb der Klassiker. Die Verbraucherzentrale (öffnet in neuem Tab) nennt genau diese Anzeichen: Heizkörper werden nicht richtig oder unterschiedlich warm, es gibt Gluckergeräusche. Luft im System verbraucht außerdem mehr Energie.

Umgekehrt ist „oben warm, unten kühler“ oft gar kein Fehler. Heizkörper sind normalerweise oben wärmer als unten, schreibt co2online (öffnet in neuem Tab). Ein Problem ist es erst, wenn dein Raum trotz voll aufgedrehtem Thermostat nicht warm wird. Dann steckt oft etwas anderes dahinter, das nur eine Fachkraft klären kann.

SymptomWahrscheinliche UrsacheWer kümmert sich?
Oben kalt, unten warm, gluckertLuft im HeizkörperDu (entlüften) oder Hausmeister
Gluckern in mehreren Heizkörpern, auch nach EntlüftenLuft im System, zu wenig WasserdruckVermieter / Hausmeister
Unten deutlich kalt, obwohl Thermostat voll aufZu wenig Durchfluss, Einstellung, AblagerungenVermieter (Fachbetrieb)
Einzelne Heizkörper im Haus warm, andere kaumAnlage nicht abgeglichen, falsch eingestelltVermieter (Fachbetrieb)
Ganz kalt, Rohr daneben warmThermostatventil hängt festHausmeister / Vermieter
Alle Heizkörper kaltAnlage aus oder gestörtVermieter, sofort melden

Nach der Sommerpause klemmt oft der kleine Stift im Thermostatventil. Eigentümer lösen ihn selbst, in der Mietwohnung würde ich das dem Hausmeister überlassen: Wer das Ventil beschädigt, muss unter Umständen die Reparatur zahlen.

Werden im Haus manche Heizkörper heiß und andere kaum, liegt es an der Anlage. Dann hilft eher ein hydraulischer Abgleich oder eine neue Einstellung. Was dein Vermieter dann tun muss, steht in unserem Artikel Heizung falsch eingestellt.

Heizkörper entlüften: Schritt für Schritt⁠

Die Schritte folgen der Anleitung der Verbraucherzentrale (öffnet in neuem Tab), ergänzt um das, was in der Mietwohnung anders ist.

Du brauchst: einen Entlüftungsschlüssel, ein kleines Gefäß (Tasse oder Schälchen), einen Lappen oder ein altes Handtuch.

  1. Thermostat voll aufdrehen. Lass den Heizkörper vollständig warm werden, so gut es eben geht.
  2. Lappen und Gefäß bereitlegen. Das Entlüftungsventil sitzt meist oben seitlich, auf der dem Thermostat gegenüberliegenden Seite. Leg das Tuch darunter und halte das Gefäß unter die Öffnung.
  3. Ventil vorsichtig öffnen. Schlüssel ansetzen, langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen, meist reicht eine halbe Umdrehung. Du hörst ein Zischen.
  4. Warten, bis Wasser kommt. Solange Luft entweicht, zischt es. Kommt nur noch Wasser ohne Blasen, bist du fertig.
  5. Ventil wieder schließen. Fest, aber ohne Gewalt. Das Wasser ist heiß, fass nicht direkt in den Strahl.
  6. Thermostat zurückdrehen auf deine normale Stufe.
  7. Melden, wenn es gluckert. Hast du mehrere Heizkörper entlüftet oder kam viel Luft? Sag dem Hausmeister Bescheid, damit er den Druck prüft.

Heizung an oder aus beim Entlüften?

Ideal wäre: Umwälzpumpe aus, alle Thermostate auf, 30 bis 60 Minuten warten, damit die Luft in Ruhe nach oben steigt. Die Verbraucherzentrale schränkt das selbst ein: „sofern Ihnen möglich“.

In der Mietwohnung mit Zentralheizung ist es nicht möglich. Die Pumpe sitzt im Keller und versorgt das ganze Haus. Für dich gilt die Alternative, die die Verbraucherzentrale nennt: Thermostat voll auf, Heizkörper ganz warm werden lassen, dann entlüften. Gluckert es am nächsten Tag wieder, entlüftest du noch einmal. Bei einer Gasetagenheizung hältst du dich an die Bedienungsanleitung des Geräts.

Reihenfolge: welcher Heizkörper zuerst?

Liegt deine Wohnung auf mehreren Etagen, ist es laut Verbraucherzentrale sinnvoll, erst die unteren Heizkörper zu entlüften und zum Schluss die obersten. In einer normalen Etagenwohnung ist die Reihenfolge nicht entscheidend. Fang mit dem an, der am lautesten gluckert.

Weil Luft nach oben steigt, trifft es die oberen Etagen öfter. Wer unten wohnt und die Heizung im Keller hat, muss laut co2online nur selten entlüften. Gluckert es bei dir unterm Dach jeden Herbst wieder, sag das der Verwaltung.

Heizkörper entlüften ohne Schlüssel

Manche Entlüftungsventile haben einen Schlitz. Dafür reicht ein flacher Schraubendreher, zur Not eine Münze. Hat das Ventil einen kleinen Vierkant, brauchst du den passenden Schlüssel. Mit Zange oder Messer drehst du den Vierkant schnell rund, dann hilft nur noch der Handwerker. Der Schlüssel kostet im Baumarkt wenige Euro, oft hat ihn auch der Hausmeister.

Druck und Wasser nachfüllen: nicht deine Baustelle⁠

Jedes Entlüften lässt etwas Wasser aus dem System. Werden im ganzen Haus viele Heizkörper entlüftet, sinkt der Druck in der Anlage, und oben kommt irgendwann nicht mehr genug Wasser an.

Die Verbraucherzentrale rät, den Druck vor und nach dem Entlüften zu prüfen. Und sie schreibt ausdrücklich: In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung ist dafür eine Rücksprache mit dem Gebäudemanagement oder der Verwaltung nötig. Selbst für Eigentümer nennt co2online das Nachfüllen eine Aufgabe für eine Fachkraft (öffnet in neuem Tab), weil das Heizungswasser passend aufbereitet sein muss. Sonst drohen Korrosionsschäden.

Für dich heißt das: Finger weg vom Heizungskeller. Du meldest, der Hausmeister oder Heizungsbauer füllt nach. Bei einer Gasetagenheizung zeigt dir das Manometer am Gerät den Druck, der Sollbereich ist oft markiert oder steht in der Anleitung. Liegt der Zeiger darunter, sag deinem Vermieter Bescheid.

Kannst du als Mieter selbst entlüften, und musst du das?⁠

Dürfen: Ein Gesetz, das Mietern das Entlüften verbietet, gibt es nicht. Die Verbraucherzentrale beschreibt es als etwas, das du selbst erledigen kannst. co2online rät Mietern dagegen, es der Hausverwaltung zu überlassen. Mein Rat: Ein einzelner Heizkörper mit dem passenden Schlüssel ist unproblematisch. Sobald etwas klemmt, tropft oder sich nicht mehr schließen lässt, hörst du auf und rufst den Hausmeister.

Müssen: Eine gesetzliche Pflicht, deine Heizkörper selbst zu entlüften, gibt es nicht. Nach § 535 Abs. 1 BGB (öffnet in neuem Tab) muss der Vermieter die Wohnung während der Mietzeit in einem Zustand erhalten, der zum vertragsgemäßen Gebrauch taugt. Dazu gehört eine Heizung, die warm wird. Regelt dein Mietvertrag das Entlüften extra, klärt im Zweifel der Mieterverein, ob die Klausel wirksam ist.

Was du auf jeden Fall musst: melden. Nach § 536c Abs. 1 BGB (öffnet in neuem Tab) müssen Mieter einen Mangel, der sich während der Mietzeit zeigt, dem Vermieter unverzüglich anzeigen. Wer das unterlässt, kann für daraus entstehende Schäden haften und verliert Rechte für die Zeit, in der der Vermieter deshalb nicht abhelfen konnte (§ 536c Abs. 2 BGB).

Bleibt der Raum trotz allem kalt, kann das ein Mangel sein. Nach § 536 Abs. 1 BGB (öffnet in neuem Tab) mindert sich die Miete dann kraft Gesetzes für die Zeit, in der die Tauglichkeit der Wohnung gemindert ist. Eine unerhebliche Minderung bleibt aber außer Betracht. Ein gluckernder Heizkörper in einem Raum, der trotzdem gut warm wird, ist etwas anderes als ein Wohnzimmer bei 17 Grad. Welche Temperaturen die Rechtsprechung erwartet, steht in unserem Artikel Kalte Wohnung: deine Rechte.

Wer zahlt den Handwerker?⁠

Pflege und Einstellung der Anlage gehören zu den Betriebskosten. § 2 Nr. 4 Buchstabe a BetrKV (öffnet in neuem Tab) zählt zu den Kosten der zentralen Heizungsanlage ausdrücklich „die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft“. Solche Kosten können über die Heizkostenabrechnung auf alle Mieter verteilt werden. Bei Gasetagenheizungen nennt § 2 Nr. 4 Buchstabe d BetrKV (öffnet in neuem Tab) die Reinigung und Wartung.

Reparaturen gehören nicht dazu. § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV (öffnet in neuem Tab) nimmt Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten ausdrücklich aus den Betriebskosten heraus. Ein getauschtes Ventil oder eine defekte Pumpe gehören deshalb nicht in deine Abrechnung.

Eine Ausnahme kann eine Kleinreparaturklausel im Mietvertrag sein. Ob sie wirksam ist und im konkreten Fall greift, klären Mieterverein oder Fachanwalt. Und wer beim Entlüften selbst etwas kaputt macht, etwa den Vierkant abdreht, muss mit den Kosten rechnen.

Für deine Abrechnung heißt das: Steht dort „Wartung“ oder „Bedienung“, sollte der Betrag zum Umfang passen und keine Reparaturen enthalten.

Was ein halb kalter Heizkörper für deine Abrechnung bedeutet⁠

Eine gute Nachricht vorweg: Du zahlst nicht für Luft. Der Heizkostenverteiler an deinem Heizkörper erfasst, wie viel Wärme er abgibt. Ein Heizkörper, der oben kalt bleibt, gibt weniger Wärme ab, und der Verteiler zählt entsprechend.

Teuer wird es auf Umwegen. Du lässt den gluckernden Heizkörper den ganzen Tag auf 5 laufen, drehst die anderen höher und lässt Türen offen. Oder du holst den Heizlüfter, die teuerste Antwort, wie unser Artikel Heizlüfter statt Heizung vorrechnet. Dazu kommt: Luft im System verbraucht laut Verbraucherzentrale mehr Energie, und die Brennstoffkosten des Hauses tragen alle Mieter mit.

Umgekehrt sinkt deine Abrechnung nicht im gleichen Maß wie dein Verbrauch. Nach § 7 Abs. 1 HeizkostenV (öffnet in neuem Tab) werden nur 50 bis 70 % der Heizkosten nach Verbrauch verteilt. Der Rest geht nach Fläche und bleibt stehen, egal wie du heizt. 10 % weniger Verbrauch bringen dir also nur etwa 5 bis 7 % weniger Heizkosten. Wie das im Detail funktioniert, rechnen wir in 1 Grad weniger heizen vor. Steigen deine Heizkosten, obwohl dein Verbrauch sinkt, liegt es nicht an deinen Heizkörpern. Dann hilft Warum sind meine Heizkosten so hoch? weiter.

Praxisbeispiel: So hat Lena 82 € gespart⁠

Lena aus Bremen wohnt auf 62 m² im dritten Stock, Gaszentralheizung, Verteilerschlüssel 70/30. Der Wohnzimmer-Heizkörper gluckerte seit Jahren und blieb oben kalt. Also lief er den ganzen Winter auf 5, die Tür zum Flur stand offen, auch dort lief der Heizkörper voll.

Was ihr auffiel: Auf ihrer Abrechnung standen 780 € für Heizung, davon 546 € Verbrauchskosten für 1.200 Einheiten. Das kam ihr viel vor, weil sie tagsüber arbeitet, und ihr Wohnzimmer wurde trotzdem nie richtig warm.

Was sie tat: Anfang Oktober entlüftete sie alle drei Heizkörper und gab dem Hausmeister Bescheid, weil so viel Luft kam. Er fand zu wenig Druck in der Anlage und füllte nach. Danach wurde der Heizkörper bis oben warm. Lena stellte ihn auf 3, der Flur-Heizkörper ging auf 2, die Tür blieb zu.

Das Ergebnis: Der nächste Winter war ähnlich mild. Ihre Einheiten sanken von 1.200 auf 1.020, also um 15 %.

PositionVorherNachher
Verbrauchseinheiten1.2001.020
Verbrauchskosten (Preis je Einheit 0,455 €)546,00 €464,10 €
Grundkosten (Flächenanteil)234,00 €234,00 €
Heizkosten gesamt780,00 €698,10 €

Beispielrechnung. Annahmen: Preis je Einheit und Grundkosten unverändert, vergleichbarer Winter.

Ersparnis: rund 82 € im Jahr. Das sind 10,5 % ihrer Heizkosten, nicht 15 %, weil die Grundkosten stehen bleiben. Gespart hat Lena nicht die Luft selbst. Gespart hat sie, weil sie nicht mehr gegen einen halb kalten Heizkörper anheizen musste.

Wenn es nicht besser wird: sachlich melden⁠

Entlüftet, Druck geprüft, und der Heizkörper bleibt halb kalt? Dann ist der Vermieter am Zug. Melde den Mangel schriftlich, damit du den Zeitpunkt belegen kannst. Miss vorher ein paar Tage die Raumtemperatur: Raummitte, etwa ein Meter Höhe, Fenster zu, Thermostat voll auf, drei Werte am Tag.

Mängelanzeige: Heizkörper wird nicht warm

[Dein Name] [Deine Adresse] [PLZ Ort]

[Name Vermieter / Hausverwaltung] [Adresse] [PLZ Ort]

[Ort, Datum]

Betreff: Mängelanzeige – Heizkörper in der Wohnung [Adresse, Lage] wird nicht ausreichend warm

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit zeige ich folgenden Mangel an: Der Heizkörper im [Raum] wird seit dem [Datum] nur im [unteren/oberen] Bereich warm, obwohl das Thermostat vollständig geöffnet ist.

Ich habe den Heizkörper am [Datum] entlüftet. [Der Hausmeister hat am [Datum] den Anlagendruck geprüft.] Eine dauerhafte Verbesserung ist nicht eingetreten. Die Raumtemperatur lag bei vollständig geöffnetem Thermostat zwischen [X] und [Y] °C (Messprotokoll anbei).

Ich bitte Sie, die Ursache durch eine Fachkraft prüfen und beheben zu lassen, und bitte um eine kurze Rückmeldung mit einem Termin bis zum [Datum, etwa 7 Tage].

Für einen Termin bin ich unter [Telefon / E-Mail] erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen

[Dein Name]

Ersetze die Platzhalter in [eckigen Klammern] mit deinen Daten

Bewusst ohne Drohung: Eine sachliche Anzeige mit Messwerten ist der beste Start. Bleibt es kalt, zeigt unser Artikel Heizungsausfall im Winter, welche Schritte die Rechtslage dann vorsieht. Für die rechtliche Einschätzung im Einzelfall sind Mieterverein oder Fachanwalt die richtige Adresse.

Häufige Fragen zum Heizkörper entlüften

Heizkörper entlüften: Heizung an oder aus?
Am besten ist die Pumpe aus und der Heizkörper warm. In der Mietwohnung mit Zentralheizung kommst du an die Pumpe aber nicht heran. Dann drehst du das Thermostat voll auf, lässt den Heizkörper ganz warm werden und entlüftest. Das reicht fast immer.
Wie oft sollte ich meine Heizkörper entlüften?
Nur wenn sie gluckern oder oben kalt bleiben. Ein guter Zeitpunkt ist der Start der Heizsaison im Herbst. Wer im obersten Stock wohnt, muss öfter ran als die Nachbarn im Erdgeschoss, weil Luft nach oben steigt.
Der Heizkörper gluckert nach dem Entlüften immer noch. Was nun?
Einen Tag abwarten und noch einmal entlüften. Gluckert es dann weiter oder betrifft es mehrere Heizkörper, fehlt wahrscheinlich Druck in der Anlage oder es kommt ständig neue Luft ins System. Das ist ein Fall für Hausmeister oder Vermieter, nicht für dich.
Darf ich als Mieter Wasser in die Heizung nachfüllen?
Bei einer Zentralheizung im Mehrfamilienhaus: nein, das ist Sache von Vermieter, Hausmeister oder Fachbetrieb. Das Heizungswasser muss passend aufbereitet sein, sonst drohen Schäden an der Anlage. Bei einer Gasetagenheizung zeigt dir das Manometer am Gerät den Druck. Ist er zu niedrig, meldest du das.
Heizkörper entlüften: Wer zahlt, wenn ein Handwerker kommt?
Regelmäßige Pflege und Einstellung der zentralen Heizung sind Betriebskosten und können anteilig in deiner Heizkostenabrechnung landen (§ 2 Nr. 4 BetrKV). Reparaturen sind keine Betriebskosten, die trägt der Vermieter. Eine Ausnahme kann eine wirksame Kleinreparaturklausel sein. Und wer beim Entlüften selbst etwas beschädigt, muss mit den Kosten rechnen.

Dieser Artikel erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Rechtsberatung. In komplexen Fällen empfehlen wir, den Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu kontaktieren.

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Geschrieben von

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Veröffentlicht am 24. September 2026

Verantwortlich: Redaktion HeizkostenChecker · So prüfen wir unsere Artikel · Prüfbericht

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